Gronk der Riese und sein kleiner Freund - eine riesige Gute-Nacht-Geschichte zum Vorlesen
- Michael Mücke

- 27. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Die Geschichte trägt den Namen Gronk der Riese und sein kleiner Freund und sie beginnt an einem frühen Morgen im weiten Tal der leisen Wunder. Nebel lag weich auf den Wiesen und die Luft roch nach Erde und Blättern.
In einer großen Höhle aus hellem Stein und warmem Moos lebte Gronk der Riese seit vielen Jahren. Seine Höhle war geräumig und voller kleiner Schätze wie glatte Steine, Federn und funkelnder Kristalle.
Gronk bewegte sich langsam und vorsichtig, denn er wusste wie groß er war. Er sprach oft mit den Vögeln und hörte aufmerksam den Geschichten des Windes zu.
An diesem Morgen hörte Gronk ein ungewohntes Geräusch aus der Nähe des Waldes.
Es klang wie hastige Schritte und ein leises Fiepen zugleich. Gronk verließ seine Höhle und folgte dem Geräusch über das taufeuchte Gras. Zwischen dichten Büschen entdeckte er einen kleinen Fuchs mit rotem Fell. Der Fuchs lief im Kreis und suchte offenbar nach etwas Vertrautem.
Gronk kniete sich langsam hinunter, damit er nicht bedrohlich wirkte. Mit ruhiger Stimme sagte er "Hallo kleiner Freund ich heiße Gronk".Der Fuchs blieb stehen und hob vorsichtig den Kopf. Nach einem kurzen Moment antwortete er "Ich bin Flink und ich habe den Weg verloren". Seine Augen blickten wachsam, doch auch erleichtert.
Gronk hörte aufmerksam zu, während Flink erklärte, dass er auf der Suche nach einer alten Beerenlichtung war. Diese Lichtung lag tief im Wald und war schwer zu finden. Dort wuchsen Beeren, die besonders saftig waren und lange satt machten. Flink wollte sie für seine Familie sammeln, hatte sich aber verirrt.
Gronk erinnerte sich an einen verborgenen Pfad hinter hohen Felsen. Er bot Flink an, ihn dorthin zu begleiten und gemeinsam den Weg zu suchen. Flink nickte dankbar und sagte "Zusammen finde ich mich bestimmt besser zurecht". So begann ihr gemeinsames Abenteuer durch den geheimnisvollen Wald.
Der Weg führte sie an alten Baumriesen vorbei, deren Äste leise knarrten. Gronk schob schwere Steine zur Seite, damit der Pfad frei blieb. Flink lief voraus und prüfte jede Kurve mit seiner feinen Nase. Manchmal hörten sie ferne Geräusche, die sie kurz innehalten ließen.
Bald erreichten sie einen schmalen Bach, der schnell über Steine floss. Das Wasser glitzerte und der Untergrund war rutschig. Gronk suchte große flache Steine und legte sie sorgfältig ins Wasser. Flink sprang geschickt von Stein zu Stein und wartete geduldig. Gemeinsam überquerten sie den Bach ohne auszurutschen.
Hinter dem Bach wurde der Wald dichter und das Licht schwächer. Plötzlich raschelte es laut im Gebüsch und beide blieben stehen. Ein alter umgestürzter Baum versperrte den Weg vollständig. Gronk hob den Stamm langsam an und lehnte ihn sicher zur Seite. Flink staunte und sagte "So kommen wir gut weiter".
Als sie weitergingen, zog unerwartet dichter Nebel zwischen den Bäumen auf. Die bekannten Formen verschwammen und der Weg war kaum noch zu erkennen. Gronk blieb ruhig stehen und lauschte aufmerksam der Umgebung. Flink lief kleine Kreise und suchte nach vertrauten Gerüchen. Gemeinsam entschieden sie sich für einen schmalen Pfad nach links.
Nach einer Weile lichtete sich der Nebel und warmes Licht erschien vor ihnen. Sie traten auf eine große Lichtung voller üppiger Beerensträucher. Der Duft war süß und die Farben leuchteten im Sonnenlicht. Flink hüpfte vor Freude und begann eifrig zu sammeln. Gronk pflückte die höchsten Beeren und legte sie vorsichtig in einen großen Korb.
Während sie sammelten, hörten sie ein leises Rufen von oben. Auf einem Ast saß eine Eule und suchte etwas im Gras. Die Eule fragte "Habt ihr meine Brille gesehen". Gronk und Flink suchten aufmerksam rund um den Baum. Flink fand die Brille zwischen Blättern und reichte sie stolz hinauf.
Die Eule bedankte sich freundlich und wünschte ihnen einen guten Weg. Mit gefülltem Korb machten sich Gronk und Flink auf den Rückweg. Der Himmel färbte sich langsam dunkler und erste Sterne erschienen. Der Wald wirkte nun ruhiger und vertrauter.
Als sie den Rand des Tals erreichten, blieb Flink stehen.
Er sagte "Dieser Tag war voller neuer Wege und Erlebnisse". Gronk lächelte zufrieden und antwortete "Gemeinsame Schritte machen den Weg leichter". Flink verabschiedete sich und trug die Beeren zu seiner Familie.
Gronk kehrte langsam zu seiner Höhle zurück und setzte sich vor den Eingang. Er blickte in den Sternenhimmel und summte ein ruhiges Lied. In dieser Nacht schlief er mit dem Wissen ein, einen neuen Freund gefunden zu haben.




