Teddy und Giraffe im Regenbogenland - eine bunte Kuscheltiergeschichte für Kinder
- Michael Mücke

- vor 6 Tagen
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Es war einmal ein gemütliches Kinderzimmer, in dem die Sonne gerade hinter den fernen Hügeln versank. Auf dem weichen Teppich saßen zwei ganz besondere Freunde, nämlich der himmelblaue Teddybär Erina und die stoffige Giraffe Emily mit ihren lustigen braunen Punkten. Plötzlich geschah etwas Magisches, denn ein glitzernder Lichtstrahl kitzelte Erina an der kleinen Nase.
Emily reckte ihren langen Hals weit nach oben und entdeckte eine schimmernde Tür, die direkt aus bunten Lichtstrahlen gewebt war. "Schau nur Erina, dort wartet ein Abenteuer auf uns beide", rief die Giraffe voller Vorfreude und wackelte mit ihren weichen Ohren. Mutig tatzten sie gemeinsam durch den leuchtenden Bogen und fanden sich augenblicklich im zauberhaften Regenbogenland wieder.
Der Boden unter ihren Pfoten fühlte sich an wie flauschige Zuckerwatte, die bei jedem Schritt leise unter ihnen knisterte. Überall um sie herum wuchsen riesige Blumen, die wie bunte Lutscher aussahen und nach süßen Erdbeeren dufteten. Erina staunte über die fliegenden Fische, die in der Luft schwammen und dabei glitzernde Seifenblasen auspusteten.
"Das ist der schönste Ort auf der ganzen Welt", flüsterte der kleine blaue Teddy und patschte vor Vergnügen in seine weichen Tatzen. Emily entdeckte einen Fluss aus flüssiger Limonade, der fröhlich über goldene Kieselsteine plätscherte. Die beiden Freunde beschlossen, ein Boot aus einer riesigen Wassermelonenschale zu bauen, um den Fluss genauer zu erkunden.
Während sie sanft auf den gelben Wellen dahinheilten, trafen sie ein kleines Kaninchen mit Flügeln aus hauchdünnem Zuckerpapier. Das Kaninchen verbeugte sich höflich vor den beiden Reisenden und schenkte ihnen zwei Becher voll mit funkelndem Sternenstaub. "Streut diesen Staub in die Luft, wenn ihr besonders hoch hüpfen wollt", erklärte das kleine Wesen mit einer piepsigen Stimme.
Erina probierte es sofort aus und schwebte wie ein Luftballon bis hinauf zu den untersten Wolken aus Schlagsahne. Emily lachte so sehr, dass ihre langen Beine ein bisschen wackelten, während sie versuchte, die vorbeiziehenden Wolken zu fangen. Es machte riesigen Spaß, in der Luft Purzelbäume zu schlagen und die weiche Pracht der Farben zu genießen.
Nach einer Weile erreichten sie den großen Gummibärchenberg, auf dessen Spitze ein Schloss aus purem Kristall funkelte. Dort oben wartete eine weise Eule, die eine Brille aus glänzenden Smaragden auf ihrer Schnabelspitze trug.
"Willkommen im Land der Träume, ihr tapferen kleinen Kuscheltiere", sagte die Eule und reichte ihnen eine Schüssel mit magischen Blaubeeren. Diese Beeren leuchteten im Dunkeln und gaben Erina und Emily die Kraft, noch stundenlang weiterzuspielen.
Sie rutschten auf den farbigen Bahnen des Regenbogens hinunter und landeten immer wieder sanft in weichen Kissenhaufen. Die Zeit schien stillzustehen, während sie fangen spielten und sich gegenseitig lustige Geschichten aus dem Kinderzimmer erzählten.
Bevor sie sich jedoch endgültig zur Ruhe betteten, entdeckten die beiden Freunde hinter dem Gummibärchenberg einen geheimnisvollen Wald aus tanzenden Orgelpfeifen. Jedes Mal, wenn der sanfte Abendwind durch die bunten Rohre wehte, erklang eine Melodie, die so süß wie warmer Kakao schmeckte.
Erina patschte mit seinen blauen Tatzen im Takt der Musik auf den Boden und wirbelte im Kreis herum. "Hörst du diese wunderschönen Töne, die wie kleine Glöckchen klingen", fragte der Teddybär und lachte dabei so herzlich, dass sein kleiner Bauch wackelte. Emily die Giraffe hob ihren Kopf ganz hoch in die Baumkronen, wo kleine Laternen aus echtem Bernstein an den Zweigen hingen. Diese Laternen leuchteten den Weg zu einem funkelnden See, dessen Wasser aus flüssigem Silber zu bestehen schien.
Am Ufer des silbernen Sees saßen drei kleine Igel, die Stacheln aus buntem Glas besaßen und gerade ein Picknick veranstalteten. Die Igel reichten den Kuscheltieren kleine Teller mit knusprigen Sternenkeksen, die beim Hineinbeißen leise wie kleine Feuerwerke knisterten.
"Setzt euch zu uns und erzählt uns von der Welt hinter dem Lichterbogen", baten die gastfreundlichen Igel mit ihren feinen Stimmen. Emily erzählte ausführlich von dem weichen Teppich im Kinderzimmer und von den spannenden Büchern im hölzernen Regal. Die Igel lauschten gebannt mit großen Augen und wackelten vor Begeisterung mit ihren kleinen schwarzen Nasenspitzen. Erina zeigte ihnen, wie man besonders elegante Verbeugungen macht, was in dem flauschigen Boden des Regenbogenlandes gar nicht so einfach war.
Plötzlich begann der Boden unter ihren Füßen sanft zu vibrieren, weil die große Regenbogenrutsche direkt vor ihnen aus dem Boden wuchs. Diese Rutsche hatte sieben verschiedene Bahnen, wobei jede Bahn eine eigene Überraschung für die mutigen Rutscher bereithielt.
Auf der roten Bahn sprühten winzige Funken aus Erdbeereis, während die grüne Bahn nach frisch gemähter Wiese und Abenteuern duftete. "Komm schon Emily, wir sausen gemeinsam in das Tal der Träume hinunter", rief Erina und hielt sich ganz fest an den Flecken der Giraffe fest.
Sie rutschten mit einer Geschwindigkeit, die ihren Plüsch ordentlich zerzauste und ihre Herzen vor lauter Freude schneller schlagen ließ. Unten angekommen landeten sie mitten in einem riesigen Haufen aus weichen Federn, die wie kleine Schneeflocken um sie herumtanzten.
In diesem Tal standen Häuser aus glasiertem Lebkuchen, deren Fenster aus klarem Kandiszucker gefertigt waren und ein warmes Licht ausstrahlten. Die Bewohner des Tals waren kleine Stoffpuppen, die den beiden Freunden mit bunten Fahnen fröhlich aus ihren Fenstern zuwinkten. Emily fühlte sich hier besonders wohl, weil die Türen der Häuser extra hoch gebaut waren, damit auch lange Giraffenhälse hindurchpassten.
"Hier scheint wirklich jedes einzelne Detail an uns beide gedacht worden zu sein", stellte die Giraffe fest und streichelte Erina sanft über den blauen Kopf. Sie fanden eine Bank aus geflochtenem Lakritz, die unter einem Baum mit Blättern aus feiner Seide stand. Dort ruhten sie sich einen Moment lang aus und beobachteten die Sternschnuppen, die in allen Farben des Regenbogens über das Firmament zogen.
Jede Sternschnuppe hinterließ einen glitzernden Schweif, der langsam wie feiner Puderzucker auf die schlafenden Blumen herabsank. Erina fing eine kleine Sternschnuppe mit seiner Pfote ein und spürte eine wohlige Wärme, die sich sofort in seinem ganzen Körper ausbreitete. Das kleine Licht flüsterte ihm eine geheime Botschaft zu, die nur für die Ohren von echten Freunden bestimmt war.
"Diese Wärme wird uns immer begleiten, egal wo wir uns gerade befinden", erklärte der blaue Teddybär seiner treuen Gefährtin mit einem glücklichen Lächeln. Emily kuschelte ihre lange Nase in das weiche Fell von Erina und spürte eine tiefe Geborgenheit in diesem wunderbaren Moment. Die ganze Welt um sie herum schien in diesem Augenblick nur aus Liebe und bunten Farben zu bestehen.
Als sie schließlich den Rückweg zum magischen Lichterbogen antraten, wurden ihre Schritte immer langsamer und ihre Bewegungen immer sanfter. Der Regenbogen am Himmel verblasste ein wenig und machte Platz für ein tiefes, samtiges Blau, das mit Milliarden von Diamanten besetzt war. Emily gähnte so weit, dass man fast ihre kleinen Stoffzähne sehen konnte, und suchte nach einem gemütlichen Platz für die Nacht.
"Lass uns hier auf dieser Wolke aus Lavendelduft eine kurze Pause machen", schlug sie mit einer sehr leisen und sanften Stimme vor. Erina legte sich erschöpft aber überglücklich auf die duftende Wolke und schloss seine kleinen Knopfaugen für einen kurzen Augenblick. Sie wussten beide ganz genau, dass dieses Abenteuer erst der Anfang von vielen weiteren gemeinsamen Reisen war.




