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Warum der kleine Teddybär den Mond besuchen wollte - eine Gute-Nacht-Geschichte für Kinder

  • Autorenbild: Michael Mücke
    Michael Mücke
  • 31. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit
Barnaby der Teddy sitzt am Fenster zusammen mit seiner Freundin Mia der Maus und beobachtet den Mond

In dem gemütlichen Kinderzimmer, das nach Lavendel und Abenteuer duftete, saß der kleine Teddybär namens Barnaby auf dem Fensterbrett. Er war ein flauschiger Geselle mit knopfrunden Augen und einem Fell, das so braun wie frische Kastanien glänzte.


Jeden Abend betrachtete er den großen, silbernen Mond, der wie eine leuchtende Murmel am schwarzen Nachthimmel hing. Barnaby wunderte sich oft, ob der Mond wohl so weich wie sein eigenes Kissen war oder vielleicht nach süßen Vanillekeksen schmeckte.


Seine beste Freundin, die kleine Maus Mia, huschte leise über das dunkle Holzregal und setzte sich direkt neben ihn. Sie bemerkte seinen sehnsüchtigen Blick und fragte ihn mit ihrer hellen Stimme, was er dort draußen so aufmerksam beobachtete.


Barnaby seufzte leise und sagte zu seiner Freundin: "Ich möchte den Mond besuchen, weil er so einsam und hell am weiten Himmel leuchtet." 


Mia wackelte mit ihren großen Ohren und entgegnete ihm mit einem Lächeln, dass der Weg dorthin doch schrecklich weit für einen so kleinen Bären sei. Der Teddybär ließ sich jedoch nicht beirren, denn in seinem kleinen Herzen schlug ein ganz großer Entdeckergeist.


Er stellte sich vor, wie er auf den silbernen Strahlen wie auf einer langen Rutsche hinaufklettern würde, um dem Mond eine gute Nacht zu wünschen. Barnaby glaubte fest daran, dass der Mond einen treuen Freund brauchte, der ihm spannende Geschichten von der Erde erzählte.


Er flüsterte leise in die kühle Nachtluft hinaus: "Vielleicht wartet der Mond nur darauf, dass ihm jemand ein Schlaflied vorsingt."

Barnaby begann in seinem Kopf bereits einen Plan für die große Reise zu schmieden.


Er überlegte, ob er sich aus den bunten Bauklötzen im Zimmer eine riesige Leiter bauen könnte, die bis zu den Sternen reichte. Oder vielleicht konnte er aus seiner blauen Wolldecke ein Segel basteln, um mit dem Nachtwind nach oben zu schweben. Er sah sich im Zimmer um und entdeckte einen Stapel alter Bilderbücher, die ihm als Stufen dienen könnten.


Er sagte stolz zu der kleinen Maus: "Wenn wir alle meine Bücher stapeln, kommen wir dem Himmel ein großes Stück näher." Mia kicherte leise, da sie wusste, dass selbst tausend Bücher nicht bis zu den fernen Sternen reichen würden.


Trotzdem bewunderte sie den Mut und die Fantasie ihres flauschigen Freundes sehr. Sie suchten gemeinsam nach weiteren Dingen, die ihnen bei dem großen Vorhaben helfen könnten.


In der Ecke stand ein glänzendes Feuerwehrauto aus rotem Metall, das eine ausfahrbare Leiter besaß. Barnaby kletterte mutig auf das Dach des Autos und versuchte, die Kurbel mit seinen weichen Pfoten zu drehen.


Er rief voller Eifer: "Schau mal Mia, ich bin schon fast ein echter Astronaut auf dem Weg zum Licht." Doch die Leiter blieb weit unter der Zimmerdecke stehen und der Mond wirkte immer noch unendlich fern.


Plötzlich erschien ein alter und sehr weiser Uhu auf dem Ast direkt vor dem Fenster und blickte mit seinen großen Augen in das warme Zimmer. Er hatte die hoffnungsvollen Worte des kleinen Teddybären gehört und wollte ihm ein wichtiges Geheimnis verraten.


Der Uhu breitete seine imposanten Schwingen aus und sprach mit einer tiefen, beruhigenden Stimme zu den beiden Freunden: "Der Mond ist gar nicht einsam, denn er sieht jede Nacht alle schlafenden Kinder auf der ganzen Welt." 


Barnaby hörte sehr aufmerksam zu und seine dunklen Knopfaugen wurden vor Staunen immer größer.


Der Uhu erklärte ihm weiter, dass der Mond die Träume der Menschen bewacht und deshalb jede Nacht so hell strahlen muss. Wenn ein kleiner Teddybär den Mond wirklich besuchen würde, dann gäbe es niemanden mehr, der hier unten im Kinderzimmer auf die Träume aufpasste.


Der weise Vogel erklärte ihnen auch, dass der Mond die Welt wie eine große, silberne Laterne beleuchtet, damit niemand Angst im Dunkeln haben muss.


Er fügte mit einem gütigen Blick hinzu: "Deine Aufgabe als Kuschelbär ist es, die Kinder zu wärmen und ihnen Sicherheit zu schenken." Barnaby dachte lange über diese wichtigen Worte nach und kuschelte sich noch ein wenig enger an seine Freundin Mia.


Er verstand nun endlich, dass seine Aufgabe hier im warmen Bettchen viel bedeutender war, als er zuerst in seiner Abenteuerlust gedacht hatte. Ein Teddybär wurde nämlich genau dafür gemacht, um bei schlechten Träumen da zu sein und Trost zu spenden.


Er schaute noch einmal bewundernd hinauf zu dem glänzenden Licht am Firmament und rief ganz laut durch das geöffnete Fenster: "Ich werde hier unten bleiben und gut auf alle Träume der Kinder aufpassen." 


Der Mond schien in diesem besonderen Moment ein kleines bisschen heller und freundlicher zu leuchten, fast so, als hätte er Barnabys Versprechen gehört und verstanden.


Die kleine Maus Mia gähnte nun ebenfalls herzhaft und suchte sich ein gemütliches Plätzchen in einer weichen, roten Wolldecke. Barnaby spürte nun auch, wie seine eigenen Pfoten immer schwerer wurden und seine müden Augenlider langsam nach unten sanken.


Er wusste jetzt ganz sicher, dass man nicht weit reisen muss, um ein echter Held oder ein wertvoller Freund zu sein. Liebe, Geborgenheit und ein festes Zuhause waren viel wichtiger als eine gefährliche Reise zu den fernen Sternen im weiten Weltraum.


Der kleine Teddybär flüsterte zum Abschied ganz leise und friedlich: "Gute Nacht, lieber Mond, wir sehen uns morgen zur gleichen Zeit wieder." 


Dann rollte er sich ganz fest zusammen und schlief mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht und in seinem Herzen ein. In seinen wunderbaren Träumen flog er natürlich trotzdem ein kleines Stück über die weißen Wolken hinweg.


Er sah die weite Welt von oben und fühlte sich dabei vollkommen sicher in seinem behüteten Zuhause. Die Nacht war vollkommen ruhig und friedlich, während der Mond stumm über den kleinen Bären und all seine Freunde wachte.


Alle anderen Spielzeuge im Zimmer waren nun ebenfalls ganz still und genossen gemeinsam die wunderbare Stille der tiefen Nacht. Ein kleiner Stern funkelte direkt über Barnabys Kopf, als wollte er ihm für seine wichtige Arbeit als Traumwächter danken.


Morgen würde sicher ein ganz neuer Tag beginnen, an dem Barnaby wieder viele neue Abenteuer mit Mia erleben durfte. Doch für diese Nacht reichte es ihm völlig aus, einfach nur ein kleiner und sehr geliebter Teddybär zu sein.


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