Pelle Pinguin und der Traum vom Sommer - eine wärmende Gute-Nacht-Geschichte
- Michael Mücke

- 30. Nov. 2025
- 4 Min. Lesezeit

Pelle Pinguin lebte am Rand einer glitzernden Schneebucht und er liebte es jeden Morgen frische Eiskristalle zu betrachten.
Er watschelte gern gemütlich durch den knirschenden Schnee und er staunte oft über die glatte Oberfläche des großen Meeres. Seine Freunde spielten fast immer fröhlich im Schnee und sie bauten manchmal lustige Figuren aus kleinen Eisblöcken die in der Sonne funkelten.
An manchen Tagen beobachtete Pelle Pinguin kleine Wolken die langsam über den Himmel wanderten und er fragte sich wie weit sie wohl ziehen würden.
Er stellte sich vor wie es wäre unter einer warmen Sonne zu stehen und er hoffte irgendwann etwas Neues zu erleben. In seiner Kolonie kannte niemand einen warmen Sommer und dennoch hörte Pelle Pinguin manchmal Geschichten von vorbeifliegenden Vögeln.
Sie riefen oft "Wir bringen Grüße aus warmen Ländern" und Pelle Pinguin lauschte immer voller Interesse.
Eines Abends saß Pelle Pinguin besonders lange am Rand der Bucht und er blickte träumend über das ruhige Meer. Die ersten Sterne erschienen am Himmel und sie funkelten so hell dass Pelle Pinguin kaum blinzeln wollte.
Der leichte Wind brachte ein fernes Wispern das beinahe wie eine Einladung klang. Schließlich rollte sich Pelle Pinguin in seinem kleinen Schneenest zusammen und schlief zufrieden ein.
Sein Traum begann sofort wundervoll zu strahlen und er stand plötzlich auf einer grünen Wiese die lange Halme hatte. Unter seinen Füßen fühlte sich alles weich an und er konnte kaum glauben was er erlebte. Die Luft war warm und sie roch nach etwas Süßem das Pelle Pinguin nicht kannte.
Aus allen Richtungen schimmerten Farben die ihn staunen ließen und eine Blume rief fröhlich "Willkommen lieber Pelle in der Sommerwelt" und Pelle Pinguin lächelte erstaunt.
Er watschelte weiter durch die sonnige Wiese und er entdeckte eine kleine Gruppe fröhlicher Tiere die sich im Schatten eines großen Baumes ausruhten. Sie winkten ihn freundlich zu und einer rief "Komm näher und sieh dich um" und Pelle Pinguin folgte neugierig der Einladung.
Der Baum rauschte sanft im warmen Wind und Pelle Pinguin fühlte sich sehr willkommen. Er betrachtete die Blätter die in der Sonne glitzerten und er lauschte dem friedlichen Rascheln.
Ein kleiner Vogel hüpfte aus den Zweigen und landete mit einem fröhlichen Sprung vor Pelle Pinguin. Der Vogel sagte "Ich zeige dir die schönsten Orte meines Reiches" und Pelle Pinguin nickte begeistert.
Gemeinsam marschierten sie einen kleinen Hügel hinauf der wie ein Teppich aus hellem Grün wirkte. Oben angekommen breitete sich eine herrliche Landschaft vor ihnen aus und Pelle Pinguin staunte über die vielen funkelnden Farben.
Sie gingen weiter zu einem See der ganz still in der Sonne lag und fast wie flüssiges Silber wirkte. Pelle Pinguin beugte sich über die Wasseroberfläche und sah seine Spiegelung die fröhlich zurückblickte.
Überrascht rief er "Ich sehe mich selbst im Sommer" weil dieser Anblick so ungewohnt war. Der Vogel lachte leise und sagte "Dieser Ort zeigt dir wie freundlich Wärme sein kann" und Pelle Pinguin fühlte ein angenehmes Kribbeln auf seinen Federn.
Nachdem sie den See verlassen hatten führte der Vogel ihn zu einem kleinen Tal in dem viele bunte Blumen wuchsen. Die Blumen bewegten sich leicht im Wind und jede Blüte schien eine eigene Melodie zu summen.
Pelle Pinguin hielt kurz inne und lauschte den sanften Tönen die friedlich durch die Luft schwebten. Eine besonders leuchtende Blume sagte laut "Genieße diesen Augenblick lieber Pelle" und Pelle Pinguin fühlte tiefe Freude.
Die Sonne wanderte langsam über den Himmel und das Licht begann in warmen Farben zu schimmern. Der Vogel setzte sich wieder auf einen Ast und erzählte Pelle Pinguin Geschichten über Sommernächte die voller sanfter Geräusche waren.
Pelle Pinguin hörte aufmerksam zu und er konnte sich die nächtliche Wärme beinahe vorstellen. Schließlich sagte der Vogel "Jeder Traum begleitet dich weiter" und Pelle Pinguin nickte dankbar.
Doch dann breitete sich plötzlich ein leises Rufen aus das von sehr weit her zu kommen schien. Die Stimme klang vertraut und sie sagte "Pelle wach auf wir brauchen dich" und Pelles Traum begann langsam zu verblassen.
Die warmen Farben verschwammen und die freundlichen Geräusche wurden immer leiser. Pelle Pinguin blinzelte ein paar Mal und öffnete dann die Augen.
Er fand sich im hellen Morgenlicht seiner Heimat wieder und er spürte die frische Kälte auf seiner Nase. Seine Freunde standen neben ihm und einer rief fröhlich "Ein neuer Tag hat begonnen Pelle" und Pelle Pinguin lächelte zufrieden.
Die Erinnerung an die warmen Wiesen erfüllte ihn und er erzählte sofort voller Begeisterung von seinem Traum. Seine Freunde hörten neugierig zu und sie stellten viele staunende Fragen.
Gemeinsam stapften sie zum Meer das im Morgenlicht hell glitzerte und sie spielten ausgelassen im Schnee. Pelle Pinguin fühlte sich reich an neuen Bildern und er freute sich über jedes kleine Detail das er in seinem Traum erleben durfte.
Er wusste dass manche Träume eine wunderbare Welt zeigen konnten die man nie vergessen würde. Er hoffte dass er diese Sommerwelt irgendwann noch einmal besuchen könnte und er legte sich später voller Vorfreude in sein Schneenest.
So schlief Pelle Pinguin erneut ein und er nahm die schönen Bilder tief in sich mit und er fühlte sich geborgen im sanften Geräusch der Wellen. Jede Nacht dachte er an die glitzernden Wiesen und an den warmen Wind und er wünschte sich viele neue Abenteuer.
Pelles Traum vom Sommer blieb ein kostbarer Schatz in seinem Herzen und sein Lächeln war jedes Mal so warm wie die Sonne aus seinem wunderbaren Traum.




