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Als die Mäuse die alte Mühle eroberten - eine klitzekleine, spannende Kindergeschichte

  • Autorenbild: Michael Mücke
    Michael Mücke
  • 28. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit
Die Mäusefamilie sitzt in der eroberten Mühle und freut sich

Diese Geschichte beginnt an einem stillen Sommerabend am Rand eines kleinen Dorfes, wo eine sehr alte Mühle stand, die schon lange nicht mehr benutzt wurde.


Die Mühle hatte schiefe Fenster, dicke Holzbalken und ein großes Rad, das bei Wind leise knarrte und geheimnisvolle Geräusche machte.


Unter den Dielen dieser Mühle lebte eine große Mäusefamilie, die sich dort vor Regen, Kälte und neugierigen Blicken versteckte. Es gab junge Mäuse, alte Mäuse, mutige Mäuse und auch sehr vorsichtige Mäuse, die lieber zweimal nachdachten, bevor sie etwas Neues wagten.


Die mutigste von allen war Matilda, eine kleine graue Maus mit klugen Augen und einem Herzen voller Abenteuerlust. Eines Abends, als der Mond hell durch die Ritzen schien, stellte sie sich auf einen alten Knopf und sagte entschlossen „Diese Mühle ist viel zu spannend, um nur darunter zu wohnen.“ 


Die Mäuse rückten näher zusammen und hörten aufmerksam zu, während ihre Schnurrhaare vor Neugier zitterten.


Der schüchterne Max, der laute Geräusche nicht mochte, flüsterte nervös „Oben ist alles riesig und bestimmt gefährlich.“ Matilda sah ihn freundlich an und antwortete ruhig „Große Orte werden klein, wenn Freunde zusammenhalten.“


Nach kurzem Zögern beschlossen die Mäuse, Matilda zu folgen, und sie schlichen gemeinsam zur alten Treppe, die in den oberen Teil der Mühle führte. Jede Stufe knarrte laut, sodass einige Mäuse erschrocken zusammenzuckten, doch niemand drehte um. In der Luft lag feiner Staub, der nach Korn roch und die Nasen kitzelte.


Plötzlich rutschte ein alter Mehlsack zur Seite und eine weiße Wolke stieg auf, worauf die kleine Lilli laut niesen musste. Erschrocken rief sie „Jetzt weiß die Mühle, dass wir da sind.“ Als nichts weiter geschah, mussten alle Mäuse leise lachen und ihre Angst wurde ein kleines bisschen kleiner.


Sie gingen weiter und standen bald vor dem großen Mühlrad, das sich langsam bewegte und tiefe, ruhige Geräusche machte. Max lauschte gespannt und sagte staunend „Es klingt, als würde die Mühle mit uns sprechen.“ 


Hinter dem Rad entdeckten sie einen Raum voller alter Kisten, Holzteile und vergessener Dinge aus vergangenen Zeiten. In einer Kiste fanden sie bunte Bänder, glänzende Knöpfe und weiche Stoffreste, die im Licht funkelten.


Lilli hüpfte vor Freude und rief „Das sind richtige Schätze.“ Die Mäuse teilten alles gerecht auf und schmückten sich gegenseitig, während sie sich wie Entdecker fühlten.


Plötzlich hörten sie draußen schwere Schritte und ein tiefes Schnurren, das ihnen einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Eine alte Dorfkatze schlich um die Mühle und schnupperte neugierig an der Tür. Max zitterte und flüsterte „Jetzt entdeckt sie uns bestimmt.“ 


Matilda blieb ruhig, hob die Pfote und sagte leise „Bleibt still und vertraut mir.“ Die Mäuse versteckten sich gemeinsam in einem hohlen Balken und hielten den Atem an, bis die Katze sich müde zusammenrollte und einschlief.


Erleichtert atmeten die Mäuse auf und schlichen wieder hervor. In den folgenden Tagen machten sie die Mühle zu ihrem neuen Zuhause.


Sie bauten kleine Wege aus Holzsplittern, kuschelige Betten aus Stroh und sichere Verstecke zwischen den Zahnrädern. Die Mäusekinder spielten fröhlich Verstecken, während die älteren Mäuse abends spannende Geschichten erzählten.


Selbst als eines Nachts ein starker Sturm tobte und die Mühle laut ächzte, rückten die Mäuse zusammen und fühlten sich sicher. Max sagte mutig „Solange wir zusammen sind, kann uns nichts passieren.“


Als der Sturm vorüber war und der Mond wieder ruhig schien, sah Matilda ihre Familie zufrieden an und flüsterte „Wir haben die alte Mühle mit Mut und Freundschaft erobert.“ Die Mäuse kuschelten sich eng aneinander, lauschten den nun freundlichen Geräuschen der Mühle und schliefen glücklich ein.


Die alte Mühle war kein leerer Ort mehr, sondern ein warmes Zuhause voller Lachen, Geborgenheit und neuer Abenteuer, die schon auf den nächsten Tag warteten.

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