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Oma Erna und Opa Wilhelm auf Weltreise - eine liebevolle Einschlafgeschichte für Kinder

  • Autorenbild: Michael Mücke
    Michael Mücke
  • vor 1 Tag
  • 4 Min. Lesezeit
Oma Erna und Opa Wilhelm sind auf einer Weltreise

Es war einmal ein gemütliches, kleines Haus mit einem wunderschönen, wilden Garten, in dem die buntesten Blumen blühten und die Vögel jeden Morgen die schönsten Lieder sangen. In diesem Haus wohnten Oma Erna und Opa Wilhelm, zwei herzensgute Menschen, die schon sehr viele Jahre zusammen verbrachten.


Oma Erna trug immer eine lustige, runde Brille auf der Nase und hatte stets eine Tasche voller süßer Erdbeerbonbons dabei. Opa Wilhelm hatte einen weichen, weißen Schnurrbart und trug am liebsten seine alte, blaue Kapitänsmütze, obwohl er eigentlich noch nie auf einem echten, großen Schiff gefahren war.


Die beiden liebten gemütliche Abende auf ihrer Schaukelstube, aber an einem warmen Sommerabend hatten sie eine ganz besonders aufregende Idee. Opa Wilhelm schaute auf den großen, bunten Globus, der im Wohnzimmer auf dem Tisch stand, drehte ihn mit der Hand im Kreis und tippte mit dem Finger auf eine Stelle.


"Erna, meine liebe Frau, wir haben schon so viel von der weiten Welt gehört, aber wir haben sie noch nie mit unseren eigenen Augen gesehen", sagte Opa Wilhelm mit einer sehr geheimnisvollen Stimme. Oma Erna klatschte vor Freude in ihre Hände, dass ihre Brille ein kleines Stück auf der Nase nach unten rutschte.


"Wilhelm, du hast absolut recht, wir packen morgen unsere Koffer und machen eine echte Weltreise", rief sie voller Begeisterung aus.


Am nächsten Morgen ging alles ganz schnell und die beiden packten zwei große, rote Koffer mit warmen Pullovern, leichten Sommerhosen und natürlich einer großen Packung von den leckeren Erdbeerbonbons.


Ihr erstes großes Abenteuer führte sie in das ferne, sonnige Land Afrika, wo die Sonne abends wie ein riesiger, goldener Ball am Horizont versinkt. Sie fuhren mit einem großen, offenen Auto durch die goldene Steppe und hielten Ausschau nach den wilden Tieren.


Plötzlich stand ein riesiger, grauer Elefant direkt vor ihrem Auto und schaute mit seinen großen, klugen Augen zu ihnen herüber. Der Elefant hob seinen langen Rüssel ganz hoch in die Luft und machte ein lautes Geräusch, das wie eine große Trompete klang. "Guten Tag, du schöner, großer Riese", rief Oma Erna dem Elefanten fröhlich zu und winkte mit ihrem Taschentuch.


Der Elefant schien die beiden alten Leute zu verstehen, denn er wackelte lustig mit seinen riesigen Ohren und trottete dann gemütlich weiter zu seiner Familie. Opa Wilhelm machte schnell ein Foto mit seiner alten Kamera, damit sie dieses schöne Erlebnis niemals vergessen würden.


Nach einigen Tagen reisten Oma Erna und Opa Wilhelm weiter in ein Land, das Asien heißt und wo es riesige, grüne Wälder aus Bambus gibt. Sie spazierten durch einen dieser dichten Wälder, als sie ein leises Knabbern und Schmatzen hörten.


Auf einem dicken Ast saß ein kleiner, kugelrunder Pandabär mit schwarzem und weißem Fell, der gemütlich an einem grünen Bambuszweig kaute. Der kleine Panda schaute die beiden Urlauber neugierig an und kullerte vor lauter Schreck plötzlich vom Ast direkt in einen weichen Haufen aus grünem Moos.


"Pass gut auf dich auf, kleiner Tollpatsch", lachte Opa Wilhelm und half dem kleinen Bären im Geiste wieder auf die Beine. Der Panda schüttelte kurz sein weiches Fell, setzte sich gemütlich hin und knabberte einfach friedlich weiter an seinem Mittagessen.


Als nächstes wollten die beiden Abenteurer ein Land besuchen, das ganz besonders weit weg war und Australien genannt wird. Dort war es sehr warm und der Sand war so rot wie die reifen Tomaten im heimischen Garten.


Sie saßen auf einer kleinen Bank im Schatten eines Baumes, als plötzlich ein großes Tier mit weiten Sprüngen an ihnen vorbeihüpfte. Es war ein Känguru, das ein winziges, süßes Baby in seinem weichen Beutel am Bauch trug. Das kleine Kängurubaby streckte seinen Kopf heraus und schaute Oma Erna direkt in die Augen.


"Schau mal, Wilhelm, das Kleine schaut uns ganz neugierig an", flüsterte Oma Erna, um das Tier nicht zu erschrecken. Oma Erna legte vorsichtig ein kleines Erdbeerbonbon auf einen flachen Stein, das Känguru schnupperte kurz daran und hüpfte dann zufrieden weiter.


Die Reise ging immer weiter über den riesigen, blauen Ozean, bis sie schließlich in einem Land namens Südamerika ankamen. Dort gab es einen riesigen, geheimnisvollen Dschungel, in dem die Bäume bis in den blauen Himmel zu wachsen schienen. Sie fuhren mit einem kleinen, hölzernen Boot auf einem großen Fluss und beobachteten die bunten Vögel.


Über ihren Köpfen flogen wunderschöne, große Papageien mit roten, blauen und gelben Federn von einem Baum zum nächsten. Ein besonders frecher Papagei landete plötzlich direkt auf Opa Wilhelms blauer Kapitänsmütze und legte den Kopf schief.


"Hallo, du kleiner, bunter Vogel, gefällt dir meine schöne Mütze", fragte Opa Wilhelm und musste ganz leise kichern. Der Papagei krächzte ein lautes Geräusch, das fast wie ein fröhliches Lachen klang, bevor er wieder hoch in die grünen Kronen der Bäume flog.


Nach vielen Wochen voller spannender Abenteuer, neuer Freunde und wunderschöner Landschaften spürten Oma Erna und Opa Wilhelm eine leise Müdigkeit in ihren Knochen. Sie hatten so viele Fotos gemacht, so viele tolle Geschichten erlebt und spürten nun eine große Sehnsucht nach ihrem eigenen, gemütlichen Zuhause.


Sie stiegen ein letztes Mal in ein großes Flugzeug, das sie sicher über die weißen Wolken zurück nach Hause flog. Als sie die Haustür ihres kleinen Hauses öffneten, duftete es noch immer nach den Blumen aus ihrem eigenen Garten.


Sie packten ihre roten Koffer aus, machten sich eine warme Kanne Tee und setzten sich gemütlich auf ihre geliebte Schaukelbank im Wohnzimmer. Der große Globus stand noch immer auf dem Tisch und Opa Wilhelm drehte ihn noch einmal ganz sanft mit der Hand.


"Es war die schönste Reise meines Lebens, aber zu Hause ist es doch am allerschönsten", sagte Oma Erna und kuschelte sich ganz fest an ihren Ehemann.

Opa Wilhelm nickte glücklich, schloss seine müden Augen und hielt die Hand seiner lieben Frau ganz fest.


Die Vögel draußen im Garten sangen ihr leises Abendlied, während die beiden Weltenbummler zufrieden einschliefen und von ihren großen Abenteuern träumten.

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