Max und das Licht unter dem Bett - eine Gute-Nacht-Geschichte zum Träumen
- Michael Mücke

- 22. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Max lag in seinem gemütlichen Bett und lauschte den sanften Geräuschen der Nacht. Der Mond schien durch das Fenster und tauchte sein Zimmer in ein ruhiges Licht. Als Max sich umdrehte, bemerkte er plötzlich ein feines Leuchten unter seinem Bett. Es war kein starkes Licht, sondern ein ganz zartes Schimmern, das neugierig wirkte.
Max setzte sich auf und fragte leise: Wer leuchtet denn da unten und warum bist du hier. Er beugte sich langsam vor und hob die Decke ein Stück an. Unter seinem Bett entdeckte er einen kleinen Eingang, der vorher nie da gewesen war.
Dahinter lag eine winzige Welt, die wie ein warmes Dorf wirkte. Kleine Häuser standen dicht beieinander und Lichter schwebten friedlich in der Luft. Max staunte und sagte überrascht: Das sieht wundervoll aus und ich möchte gerne mehr sehen.
Aus dem Eingang kamen drei kleine Bewohner hervor, die kaum größer waren als seine Hand. Sie hatten weiche Gesichter, freundliche Augen und trugen winzige Laternen, die leuchteten wie Glühwürmchen.
Einer der Bewohner winkte Max zu und sagte mit einer klaren Stimme: Komm zu uns herunter und entdecke unsere Welt mit offenen Augen. Max lächelte, denn die kleinen Wesen wirkten sehr freundlich.
Er kroch vorsichtig durch den Eingang und fand sich in der kleinen Welt wieder. Die Luft roch nach warmen Kräutern und die Wege bestanden aus glitzernden Steinchen.
Die Bewohner standen um ihn herum und schauten ihn mit neugierigen Blicken an. Der größte von ihnen sagte sanft: Wir heißen dich willkommen und wir zeigen dir alles was uns wichtig ist.
Sie führten Max zu einer winzigen Brücke aus Holz, die über einen breiten Bach führte. Das Wasser plätscherte ruhig und bewegte kleine bunte Kieselsteine am Boden.
Die Bewohner erklärten ihm, dass der Bach jede Nacht heller wurde, wenn die Kinder oben in ihren Betten friedlich schliefen. Max hörte aufmerksam zu und sagte begeistert: Das klingt wirklich wunderschön und ich freue mich dass ich hier bin.
Die kleinen Wesen begleiteten ihn weiter zu einem Platz voller leuchtender Pflanzen. Jede Pflanze schimmerte in einer anderen Farbe und bewegte sich leicht im Wind.
Einer der Bewohner stellte seine Laterne ab und berührte ein Blatt, das sofort heller leuchtete. Max staunte und flüsterte: Diese Pflanzen sind unfassbar schön und ich habe so etwas noch nie gesehen.
Dann führte ihn ein anderer Bewohner zu einer warmen Höhle, in der viele kleine Kissen lagen. Dort ruhten sich die jüngsten Bewohner aus und hörten Geschichten, die von den älteren erzählt wurden. Max setzte sich zwischen die Kissen und fühlte sich sofort wohl. Die älteste Bewohnerin begann eine sanfte Geschichte zu erzählen, während die Laternen ein beruhigendes Licht verbreiteten.
Als sie fertig war, sagte Max dankbar: Ich liebe eure Geschichten und ich möchte am liebsten noch viele hören.
Schließlich brachten ihn die Bewohner zu einem Hügel, von dem aus man die ganze kleine Welt sehen konnte.
Von oben wirkten die Häuser wie funkelnde Sterne und der Bach wie ein schimmerndes Band. Die Bewohner stellten sich um Max und einer von ihnen sagte ruhig: Wir wollten dir zeigen dass es unter deinem Bett eine Welt gibt die dich gerne besucht.
Nach einer Weile wurde das Licht etwas schwächer und die Bewohner blickten Max warm an. Sie führten ihn zurück zum kleinen Eingang und verabschiedeten sich mit einem letzten Winken.
Max kroch wieder in sein Zimmer und fühlte die gemütliche Wärme seines Bettes. Das Licht unter seinem Bett wurde langsam dunkler, blieb aber als sanfter Punkt sichtbar. Max flüsterte zufrieden: Ich danke euch für alles und ich freue mich auf ein nächstes Mal.
Er kuschelte sich tief in seine Decke und schloss langsam die Augen. Die Erinnerung an die kleine Welt unter dem Bett blieb warm in seinem Kopf und begleitete ihn in einen ruhigen und erholsamen Schlaf.




